250 Jahre USA

  • Ten Score and Fifty Years Ago – Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Entstehung des Saargebietes 1918 bis 1920

    Das 250 Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika nehmen wir zum Anlass, um nach den Spuren transatlantischer Beziehungen in der Großregion zu suchen.

    Diese hatten einen direkten Einfluss auf die Entstehung des Saargebietes und damit auch auf das spätere Saarland:

    Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde die Saarregion von französischen Truppen besetzt. Auf der Pariser Friedenskonferenz entwickelte sich das Industrierevier zu einem wichtigen Streitpunkt. Frankreich verband mit der Saar wirtschaftliche Interessen, Reparationsforderungen und Sicherheitsvorstellungen. US-Präsident Woodrow Wilson stellte sich einer unmittelbaren Angliederung an Frankreich entgegen, die zeitweise durch Frankreich gefordert wurde. Amerikanische Delegationsmitglieder wie David Hunter Miller und Charles Homer Haskins wirkten zugleich an jener Kompromisslösung mit, aus der schließlich das Saargebiet unter Verwaltung des Völkerbundes hervorging.

    Mit Dominik Schmoll sprechen wir darüber, warum die Saar 1919 zum internationalen Verhandlungsgegenstand wurde, welche Rolle Wilsons Idee des Selbstbestimmungsrechts spielte und was der amerikanische Rückzug aus dem Völkerbund für die spätere Entwicklung bedeutete. Außerdem geht es um die französischen Interessen an Kohle und Sicherheit, die Rolle Großbritanniens sowie um die Quellen, mit denen sich diese internationale Geschichte heute rekonstruieren lässt.


    Links

    Transkript

    Digitalisiertes Archiv des Völkerbundes (Englisch/Französisch)

    Vortrag Dominik Schmoll – Zwischen Kaiserreich und Völkerbund (19.05.2022)


    Literatur

    Dominik Schmoll, Geboren aus Kohle, Stahl und Kompromissen
    Das Saargebiet als Ergebnis internationaler Diplomatie
    1918 bis 1920. Saarbrücken 2026.

  • Ten Score and Fifty Years Ago – Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Saarregion. Teil I: Das Régiment Royale Deux-Ponts von Zweibrücken nach Amerika

    Das 250 Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika nehmen wir zum Anlass, um nach den Spuren transatlantischer Beziehungen in der Großregion zu suchen.

    Diese reichen bis fast zum Anfang zurück:

    Am 4. Juli 1776 erklärten dreizehn britische Kolonien ihre Unabhängigkeit. Doch die Geschichte des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges führt nicht nur nach Philadelphia, Boston oder Yorktown, sondern auch in die europäische Großregion. Im Mittelpunkt dieser Folge steht das Régiment Royal Deux-Ponts, ein Zweibrücker Regiment im Dienst des französischen Königs.

    Im ersten Teil sprechen wir mit Florian Deller und Jens-Philipp Hettrich darüber, wer die Soldaten dieses Regiments waren, woher sie kamen und wie sie überhaupt in den Militärdienst gelangten. Regimentslisten eröffnen Einblicke in Herkunft, Konfession, Aussehen und Karrieren. Ego-Dokumente wie das Tagebuch des einfachen Soldaten Georg Daniel Flohr zeigen dagegen, wie Amerika aus der Perspektive der Beteiligten wahrgenommen wurde.

    Mit Dank an das DFKI Saarbrücken für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten und Fabian Barbknecht aus dem Landesarchiv des Saarlandes für die Vermittlung der Kontakte.


    Transkript

    Georg Daniel Flohr – Transkript der Reisebeschreibung


    Literatur

    Hans Ammerich, Landesherr und Landesverwaltung: Beiträge zur Regierung von Pfalz-Zweibrücken am Ende des Alten Reiches, Saarbrücken 1981 (Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung 11).

    Michael Hochgeschwender, Die Amerikanische Revolution: Geburt Einer Nation 1763-1815, München 2016.

    Ladislaus Ludescher, Die Amerikanische Revolution und ihre deutsche Rezeption: Studien und Quellen zum Amerikabild in der deutschsprachigen Literatur des 18. Jahrhunderts, Berlin/Boston 2020.

    Robert A. Selig, A German Soldier in America, 1780-1783: The Journal of Georg Daniel Flohr, in: The William and Mary Quarterly 50. 1993, H. 3, S. 575-590, https://doi.org/10.2307/2947367.

  • Ten Score and Fifty Years Ago – Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Saarregion. Teil II: Das Régiment Royale Deux-Ponts von Yorktown zur Kanonade von Valmy

    Das 250 Jubiläum der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika nehmen wir zum Anlass, um nach den Spuren transatlantischer Beziehungen in der Großregion zu suchen.

    Im zweiten Teil folgen wir dem Regiment Royal Deux-Ponts über den Atlantik: von der Einschiffung in Brest über Newport und den Marsch nach Virginia bis zur Belagerung von Yorktown. Dort wurde das Regiment beim Sturm auf Redoute 9 Teil eines entscheidenden Moments des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges.

    Doch die Geschichte endet nicht mit dort. Nach der Rückkehr nach Europa wurde die Teilnahme des Regiments am Unabhängigkeitskrieg erinnert, gedeutet und teilweise auch mythisiert. Wenige Jahre später veränderte die Französische Revolution die politische Welt, aus dem das Royal Deux-Ponts gekommen war: Aus dem königlichen Regiment wurde das 99. französische Linieninfanterieregiment.

    Mit Dank an das DFKI Saarbrücken für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten und Fabian Barbknecht aus dem Landesarchiv des Saarlandes für die Vermittlung der Kontakte.


    Transkript

    Georg Daniel Flohr – Transkript der Reisebeschreibung


    Literatur

    Hans Ammerich, Landesherr und Landesverwaltung: Beiträge zur Regierung von Pfalz-Zweibrücken am Ende des Alten Reiches, Saarbrücken 1981 (Veröffentlichungen der Kommission für Saarländische Landesgeschichte und Volksforschung 11).

    Michael Hochgeschwender, Die Amerikanische Revolution: Geburt Einer Nation 1763-1815, München 2016.

    Ladislaus Ludescher, Die Amerikanische Revolution und ihre deutsche Rezeption: Studien und Quellen zum Amerikabild in der deutschsprachigen Literatur des 18. Jahrhunderts, Berlin/Boston 2020.

    Robert A. Selig, A German Soldier in America, 1780-1783: The Journal of Georg Daniel Flohr, in: The William and Mary Quarterly 50. 1993, H. 3, S. 575-590, https://doi.org/10.2307/2947367.